Es ist nicht immer der Lothar wenn ein(e) Matthäus negativ auffällt

Eigentlich macht es mir gar keinen richtigen Spaß mich über ein die zivilisierte Welt seit nun etlichen Wochen, ja Monaten beschäftigendes, anhaltend quälendes Thema auszulassen. Die große, weltweite Finanzkrise, hervorgerufen durch dumme Fehlspekulationen der Banken auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Doch bei einem Namen, der zuletzt immer häufiger genannt wurde, da kann ich nicht anders, da will ich meinen ganzen Hohn und Spott hier gerne auskübeln. Und zwar über eine Figur, die es 1999 geschickt verstand, sich aus der Politik ins Big Business abzuseilen! Bis dahin war die Person, um die es hier geht, die Ingrid Matthäus-Maier, nur damit beschäftigt gewesen, sich von einem gemütlichen Posten in Parteien und Verbänden zum nächsten Ruhekissen zu hangeln. Dabei spielte es keine Rolle ob zuvor in der FDP, oder danach in der SPD. Die Hauptsache war der über die Landesliste garantierte Bundestagssitz. In jungen Jahren war sie sogar mal ansatzweise tätig, als Richterin. Da ich allerdings weis, dass diese Berufsgruppe ’im Namen des Volkes’ wirklich keine Ahnung vom richtigen Arbeitsleben hat, so ist davon auszugehen, dass nicht besonders viele Kenntnisse in den Schädel der damaligen Verwaltungsrichterin hinzugekommen sind, damals in Münster. So wird sie dann auch im Archiv des Deutschen Bundestages als ’Richterin a. D.’ geführt. Ihre Tätigkeiten in dem Hohen Hause als Vorsitzende des Finanzausschusses, noch zu FDP-Zeiten, und später dann als finanzpolitische Sprecherin der SPD Fraktion, prädestinierten sie zum damals noch von einer ebensolchen Luftnummer geforderten so genannten Quereinstieg: Der bis dahin auch nur stets auf Staatskosten lebende und rundlich gefressene Roman Herzog hatte es allerdings anders herum gemeint. Der wollte mehr Wirtschaftler in der Politik haben. Welch großartiger Denkansatz! Doch der Mathematiker an der Seite der Ingrid Matthäus, ein gewisser Robert Maier, der der Ingrid mit dem auffallenden Sprachfehler außerdem zu diesem schönen Doppelnamen verhalf, der hatte ihr wohl schon ausgerechnet, dass ein Wechsel von der Politik in die Privatwirtschaft doch lohnender ist… Und da es so ganz privat nie geht bei diesen Schmarotzern, wurde für sie 1999 die Quotenfrauposition im Vorstand der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau gefunden, die dann schließlich noch in der Wahl zur Vorstandssprecherin im Jahre 2005 gipfelte. Die alten Herren in diesem Gremium wollten sicher auch noch mal kräftig etwas zu lachen haben… So wie ihre lispelnde Aussprache sie schon 1998 unausweichlich zum Cicero-Rednerpreis führte. (Da geht es u. a. um „die wichtige Rolle der Redekunst in einer auf Kommunikationsfähigkeit und Dialogbereitschaft angewiesenen Demokratie“…) Ich habe diese Person stets als eine wandelnde Ohrfeige gesehen, für alle diejenigen, die von ihrem Tun etwas verstehen. So eine Lispeltante und Reden! Okay, ein Sprachfehler, dafür kann keiner etwas und normalerweise macht man sich nicht lustig über Gebrechen. Aber es ist doch mehr als auffällig, dass es gerade die Hässlichen, die Gezeichneten sind, die sich stets in die erste Reihe drängen! Oder? Und so eine Doppelnull im Vorstand einer so wichtigen Bank! Jeder nur halbwegs ausgebildete und qualifizierte Banker hätte sich beim morgendlichen Zähneputzen und beim Blick in den Spiegel und den Gedanken an seinen Arbeitsplatz, den er gleich einzunehmen bereit war, übergeben müssen! So fühlte ich damals, als Nicht-Banker, nur als Zeitgenosse, der die Nachrichten aufmerksam konsumierte. Und meine Einschätzung war damals wie heute richtig! Hände weg von allen Typen, die sich im Staatsdienst, egal in welcher Funktion, mit Nichtstun wichtig machen. Das gilt für alle Zeiten und ist unabhängig von der politischen Färbung des Einzelnen. Hätte sich die Ingrid Matthäus-Maier doch bloß um irgendeinen unbedeutenden Schreiber-Preis bemüht, da wäre ihr Sprachfehler sicher nicht so deutlich aufgefallen. Aber es musste ja ein Redner-Preis sein… Und hätte sie sich doch nur nicht für eine Finanzexpertin gehalten, vielleicht, nein, sicher sogar, wären die Milliarden-Verluste in der KfW und IKB geringer ausgefallen! Aber am 7. April 2008 zurücktreten, ein Jahr vor Ende ihres Vertrages, von ihrem Vorstandsposten bei der KfW, nach eigener Aussage aus “gesundheitlichen Gründen”. Hätte man sie doch nur vor Vertragsbeginn auf ihre geistige Gesundheit untersucht!

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