Die mündigen Bürger

Da muss ich früh morgens in den so genannten Weltnachrichten im Yahoo-Messenger lesen, dass 108 UN Blauhelme aus Haiti ausgewiesen wurden. Diese Nachrichten bauen sich von selber auf, die tiefere Aufnahme solcher Meldungen kann man dann zwar übergehen, rechts oben im kleinen Fenster per Klick, aber ich entschied mich für das genauere Hinsehen. 108 ’Friedens-Soldaten’ müssen aus Sri Lanka nach Haiti kommen, um dort dann einen Prostituierten-Ring aufzubauen und zu kontrollieren! Aus einem Armenhaus ins andere Tollhaus auf Kosten der zivilisierten Welt gereist… Toll! Das hätten sie nicht in ihrem eigenen Lande gekonnt, oder war da schon alles ausgebucht mit Nutten? Und Haiti brauchte diese 108 Typen unbedingt? Die kommen mit ihren Problemchen nicht alleine klar? Und wir alle zahlen noch für einen solchen Schwachsinn! Wie? Über die Steuergelder werden ja die Etats dieser so hervorragenden Organisationen finanziert. Reicht das Budget nicht, muss erhöht werden. Es ist wie mit den Rundfunk- und Fernsehgebühren. Willst Du, lieber Bürger, ein bisschen Kriegsspiel im Fernsehen verfolgen, müssen wir erstmal den Krieg finanzieren. Am besten bringt Madame Goldschühchen, die mit den roten Haaren, vordem noch ein paar Millionen in die Krisengebiete der Welt, dann können Daimler und VW ihre militärischen Nutzfahrzeuge auf diesem Wege problemlos absetzen. Nur, aufgepasst, wenn die Manager dann wieder dubiose Spesen machen, schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und überprüft, ob das alles so Rechtens war. Natürlich nicht, sonst hätte nämlich Toyota den Auftrag bekommen. Und in Venezuela nicken die gewählten Volksvertreter eine Gesetzesvorlage ab, wo einem Idioten wie Chavez der Weg freigemacht wird, für das ewige Leben auf dem Präsidentenstuhl: 6 statt 7 Jahre Amtszeit, immer wieder wählbar… Fein! Eine Volksabstimmung soll in wenigen Wochen dazu gehört werden. Wie das ausgeht, das könnte heute schon gedruckt werden. Wenn man sich mit dem Teufel einlässt! Aber so einem Chaoten erlaubt die Welt sich in der UN in New York City, auf amerikanischen Boden, hinzustellen und einen demokratisch gewählten und in seiner Amtszeit befristeten Präsidenten zu beleidigen! Und keiner von den ’Grossen’ ergreift das Wort… Und in Argentinien darf die Familie Kirchner für weitere vier Jahre mit den Privilegien der herrschenden Klasse leben; auf Kosten der Millionen Armen, für deren Wohl sie angeblich täglich so hart arbeitet… In vier Jahren darf der Herr Kirchner dann wieder offiziell ans Ruder. Und der kleine Möchtegern aus dem roten Reich würde am liebsten es denen gleichtun, der muss nur einen anderen Weg finden und kennt ihn wohl auch schon. Wie gut, dass wir in der Welt den Bono haben, der sich aus seinem millionen-teuren Appartement in New York zum Bürgermeister Bloomberg chauffieren lässt, der bekanntlich noch viel vermögender ist, um über die Armut in Afrika zu reden. Wo ich fast schon wieder bei den Blauhelm-Einsätzen bin. So lange ich zurückdenken kann, gab es zum Beispiel in Afrika, NUR diese von der Weltgemeinschaft bezahlten Kriegsspiele. Da hätten auch die Gelder von Bono und Bloomberg zusammen nicht gereicht, aber dahin ist so manche Gebührenerhöhung sinnlos geflossen! Und von den vielen Spenden will ich gar nicht erst anfangen! Richtig, die fahren dort auch alle Mercedes, Audi, BMW und sichern Mutti das Einkommen aus Pappis Arbeit. Na dann Prost, “Auf das Wohl aller Bekloppten“ mit einem Gläschen Champagner.

Permanent link to this article: http://romanschreiber.com/die-muendigen-buerger/